2t0p1m1
"Mit 14 PS durch Afrika" Drucken E-Mail

Die Motorrad-Expedition von Kapstadt nach Kairo, zu der eine Wienerin und fünf ihrer Freunde 1935 mit drei Beiwagenmaschinen aufbrachen, um den Kontinent Afrika von Kapstadt nach Kairo zu durchque­ren, war mehr als ein Abenteuer! Die jungen Naturfreunde, geprägt durch die Schönbrunner Erzieher­schule der Kinderfreunde, konnten so ihren Tatendrang in ein spannendes Unternehmen einbrin­gen. Und einige von ihnen schafften sogar die Besteigung des Kilimandscharo!

 

 

Insgesamt war die Reise 17.000 km lang.

 

Zuerst wurde alles inkl. der Motorräder in Genua auf ein kleines Frachtschiff eingeladen und man fuhr entlang der afrikanischen Westküste  hinunter zur Südspitze Afrikas. Die Reise dauerte statt vorgesehenen 19 Tagen allerdings 35 Tage, da Hilde Böhmer vorher erkrankte und so ein kleiner, viel später auslaufender Frachter gechartert werden musste.

 

Die Motorräder waren PUCH 500 mit 14 PS und vielen Adaptionen (z.B. mit größeren Reifen wegen des geringeren Auflagendrucks, gebogenen Lenkern, die Beiwagen waren extra große „Boote“ mit sämtlichem Gepäck darin, Behälter für Wasser, Wassersäcke, zusätzliche Benzintanks, die Rahmenrohre waren voll Benzin, zusätzliche Wasser- und Schlammfilter, usw.). Jedes Motorrad war mit ca. 600 kg beladen (die Menschen mitgerechnet).

 

Reiseroute: Genua – Kapstadt – Drakensberge – Kimberley – Johannesburg (Meereshöhe durchschnittlich 1.753 m) – Victoriafälle – Nordrhodesien – Tan-ganjika – Kilimandscharo (5.893 m) – Nairobi – Sudan (Khartoum) – Assuan – Kairo

 

Während der Motorrad-Expedition brach am 3. Okt. 1935 der Absessinienkrieg zwischen Italien und Äthiopien aus (endete am 9. Mai 1936 mit der Annexion des Kaiserreiches Abessinien durch Italien).

 

Es wurde täglich ein Zeltlager gemacht, die Zelte hatten alle einen Gummiboden, und man hatte zusammenlegbare Betten mitgenommen.

 

Die längste und schnellste Strecke waren einmal 1.630 km in 8 Tagen!